Dr.Ruediger Dahlke #2: vegane Kinder, Schwangerschaft,MM,Aminosäuren,B12

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(Dies ist der zweite Teil meines Interviews mit Dr. Ruediger Dahlke mit den Schwerpunkten vegane Kinder, vegane Schwangerschaft, Muttermilch, Aminosäuren, Tierprotein, Vitamin B12, Omega-3, Milch, Osteoporose, Darmsanierung und Abnehmen. Die drei Teile kannst Du hintereinander auf meinem Blog lesen oder als Videos auf youtube anschauen.)

Die vegane Mami:

Wie sehen Sie es mit veganen Kindern? Manche Leute sagen: „Ja, Du kannst vegan sein, aber mach das nicht mit Deinem Kind.“ und „Die armen Kinder!“ oder was auch immer.

Dr. Ruediger Dahlke:

Es gibt viele Leute, die ihre Kinder einfach viel schlechter behandeln als sich selbst. Das gibt es. Zum Beispiel bei der Kleidung. Es gibt keine wirklich gute Qualität bei der Kinder-Kleidung. Weil offensichtlich die meisten Leute, weil die Kinder da rauswachsen, nicht investieren wollen.

Ich kann das auch sehen bei den Büchern: Wenn Sie ein Buch über Kinder nehmen wie „Krankheit als Sprache der Kinderseele“. Das war ein totaler Flop als Hardcover. Das war den Leuten zu teuer. Über 20,00 € wegen Kindern haben sie nicht ausgegeben. Da hat der Verlag auch gestaunt. Kaum ist es ein Taschenbuch das bei 10,00 € liegt, geht es wieder. Jetzt ist es fast ein Bestseller.

Ich habe mal von dem Takko-Modenmarkt-Besitzer ein Haus gekauft, und er hat das auch gesagt. Er ist ein richtiger Kinderfan. Er hat eigene Kinder. Mit den Adoptierten sind es insgesamt neun Kinder. Da habe ich ihn gefragt, warum er nicht mehr in gute Qualität investiert bei Kinderklamotten. Da sagt er, die Leute zahlen es einfach nicht. Es wäre dann teurer. Das ist nicht in allen Ländern so, aber in Deutschland ist das so. Für Kinder wird nicht viel Geld ausgegeben.

Aber in Bezug auf die vegane Ernährung ist eine andere Motivation dahinter. Dass es ungesund wäre oder sie nicht genug kriegen. Das Gegenteil ist der Fall. In diesem neuen Buch „Veganize your life!“, was ich mit Renato Pichler geschrieben habe, – gestern gerade rausgekommen – ist ein ganzes Kapitel drin über Kindernahrung. Da könnte man die ANA, American Nutrition Association, zitieren. Das ist der größte Zusammenschluss an Ernährungsberatern auf der Welt. Die sagen, eine gut geplante vegane Ernährung ist in jeder Phase des menschlichen Lebens optimal.

Schauen wir uns mal das Stillen an, wo es besonders besprochen wird. Wo sehr zur Kuhmilch geraten wird und so einem Quatsch. Im Endeffekt ist das so, dass 92% der Giftstoffe, die wir aufnehmen, kommt aus Tierprodukten. Wenn Sie die Milch von einer vegan lebenden Mutter und einer Allesesser-Mutter nehmen, ist das überhaupt gar kein Vergleich. Die normale Milch von der Normallebenden ist total schadstoffbelasted. Deswegen wurde von der Schulmedizin über zwei Jahrzehnte Stillen verboten, tabuisiert, weil da so viele Schwermetalle und so weiter drin sind.

Bei der Laktation versucht der Körper Gifte loszuwerden. Das ist bei der Kuh so. Das ist auch bei den Schafen, den Ziegen und tatsächlich auch bei den Frauen so. Die Natur sieht das mütterliche Leben an erster Stelle und dann das Kind. Deswegen wird die Laktation genutzt, um Gifte loszuwerden. Nur eine vegan lebende Mutter hat nicht annähernd so viele Gifte und da geht auch kaum Gift in die Muttermilch. Das ist eine wirklich dramatische Grafik, wenn man das nebeneinander sieht.

In der Schwangerschaft, aus meiner Sicht, müsste ein verantwortlicher Arzt, der sich fortgebildet hat – da gibt es leider nicht so viele – aber der müsste in der Schwangerschaft unbedingt vom Rauchen abraten und davor noch vom Tierprotein-essen.

Weil wenn Sie ein Kind zum Beispiel komplett tierproteinfrei ernähren, dann hat es kaum eine Chance Diabetes 1 zu kriegen. Es gibt keinen Diabetiker 1 – das ist der schlimmere jugendliche Diabetes – der nicht Antikörper gegen Kuhmilch im Blut hat. Also diesbezüglich ist es in jeder Phase besser, das Kind von Anfang nicht mit diesen Giften zuzuschütten.

Aber da gibt es so viele Mediziner, die sich nicht fortgebildet haben, die Studien nicht kennen, den alten Mist weitererzählen. Dann kommt noch dazu, dass die Nahrungsmittelindustrie richtigen Druck macht in die Richtung. Das ist eine Unsäglichkeit, dass die Wissenschaft da ganz klar ist und die Studien eindeutig sind, aber Mediziner das nicht umsetzen. Noch. Das wird kommen. Ich garantiere, in zehn Jahren wird eine Mutter, die beim Stillen Tierprotein isst, wird so angeschaut wie eine Mutter, die beim Stillen raucht. Und wir werden jemanden, der noch Tierprotein isst, so anschauen wie heute den Kettenraucher. Die wird es auch geben. Es gibt sehr schwache Menschen, die in ihren Gewohnheiten so festkleben, dass sie nicht rauskommen.

Aber langfristig wird es sich durchsetzen, einfach deswegen, weil es von amerikanischen Eliteuniversitäten kommt. Es ist ja nicht so, dass irgendwer „The China Study“ geschrieben hat. T. Colin Campbell, Professor in Cornell. Das ist so die erste Adresse.

Die vegane Mami:

Mir ist gerade noch eingefallen: „Eine gut geplante vegane Ernährung“ – das hört sich immer so schwierig an. Das hört sich so an, als ob wenn man omnivor leben würde, dann könnte man einfach so essen, irgendwie. Aber wenn man sich vegan ernährt, dann muss man alles ganz gut planen.

Dr. Ruediger Dahlke:

Überhaupt nicht. Das ist ganz einfach. Gut geplant heißt, dass man nicht immer nur dasselbe isst. Also die heutige Schulmedizin ist ja so: wir sollen Schweinefleisch essen, weil da alle Aminosäuren drin sind.

Die vegane Mami:

Ich dachte, nur im menschlichen Fleisch sind alle drin.

Dr. Ruediger Dahlke:

Ja. Im Schweinefleisch auch. Das Schwein ist uns sehr ähnlich. Wir haben auch an Schweineherzen gelernt und so weiter.

Der Körper kann aber, wenn er hintereinander bekommt, was er braucht, das sozusagen aufheben. Das wissen wir heute. Also wenn wir Hülsenfrüchte essen und am anderen Tag Getreide, Reis oder so, dann bringt der Körper das zusammen. Es fordert ihn. Das ist sogar gut für den Körper, wenn er ein Stück gefordert ist.

Also diesbezüglich ist es nicht so, wie es immer dargestellt wird, es sei hochkompliziert. Es ist überhaupt nicht kompliziert. Wenn man es genau nebeneinander stellt und vergleicht, muss man sagen, ist das vegane Leben allein deswegen schon extrem einfach, weil das einzige, was wir uns zuflößen müssten, wäre B12.

Und am besten in der Form von Methylcobalamin. Das ist die Form, die wir auch aufnehmen. Da brauchen wir auch keinen Intrinsic Factor im Magen. Da kann dann eigentlich nichts schief gehen.

Die anderen, die Omnivoren, müssen unheimlich viel substituieren. Das tun sie aber nicht. Und das lässt sie einfach schlecht ausschauen.

Wenn Sie schwanger sind, gehen sie zum Gynäkologen oder zum Hausarzt. Er gibt Ihnen direkt Folsäure, weil alle Folsäuremangel haben, nur die Veganer nicht.

Die vegane Mami:

Ich hatte in der Schwangerschaft eine ganze Palette an Nahrungsergänzungsmitteln von meiner Frauenärztin. Da waren Kapseln mit Fischöl drin und Kapseln mit allen möglichen Nahrungsergänzungsmitteln. Und meine Frauenärztin hat mir auch irgendwie Angst gemacht, dass ich sie alle nehmen müsste, weil ich sonst nicht alles kriegen würde.

Dr. Ruediger Dahlke:

Eben auch so eine Nicht-Fortgebildete. Fischöl wegen Omega-3, aber in Walnussöl ist Omega-3 drin und in Hanföl ist Omega-3. Im Leinöl ist Omega-3. Das wären natürlich die besseren Quellen. Weil Tierprotein insgesamt wirklich keinen Vorteil, sondern viele Nachteile hat.

Aber das Schlimmste sind nicht nur die Vitamine, sondern die sekundären Pflanzenstoffe. Da gibt es inzwischen eine ganz gute Forschung. Und wir wissen, in den Pflanzen sind viele Stoffe drin, die gar nicht sekundär sind. Wir sagen sekundäre Pflanzenstoffe, weil sie nach den Vitaminen gefunden wurden. Aber effektiv sind sie natürlich letztlich die Wichtigsten wahrscheinlich sogar. Sie verhindern Krebs. Sie behindern bestimmte Stadien der Krebsentstehung und da gibt’s gar keinen Zweifel.

Die vegane Mami:

So. Wir haben jetzt nochmal den Ort gewechselt, weil hier ist es leiser.

Dr. Ruediger Dahlke:

Also B12 muss man einfach nehmen. Da hilft nichts. Es sei denn, man lebt aus dem eigenen Garten und wäscht die Sachen nicht. Das könnte man machen, aber effektiv geht’s kaum. Sobald man einen Restaurantbetrieb hat, wollen die Leute die Sachen picobello sauber. Und dann müssen sie das B12 nehmen. An sich müsste man nicht. Wenn man das Obst und Gemüse aus der Natur nimmt, wäre genug B12 da drauf.

Die vegane Mami:

Und wenn man jetzt regelmäßig Wildkräuter sammelt?

Dr. Ruediger Dahlke:

Ich würde da nicht viel riskieren, ehrlich gesagt. Das ist das Gleiche wie mit dieser Zahnpasta. Da müsste man immer eine standardisierte, gleiche Menge nehmen und gleichlange putzen. Da würde ich einfach die Tagesdosis einnehmen.

Ich bin auch kein Anhänger davon, das alle drei bis vier Jahre zu machen. Das B12.

Die vegane Mami:

Ich kannte das gar nicht. Dieses alle drei Jahre.

Dr. Ruediger Dahlke:

Das ist so. Wenn der Speicher voll ist, reicht das für drei bis vier Jahre. Aber es ist nicht gut, so eine Megadosis auf einmal zu geben. Ich kenne sogar einen Kollegen, der sagt, es bringt Probleme. Das sollte man nicht tun. Von mir aus ist es von vornherein einfach klar: ich würde lieber jeden Tag eine kleine Kapsel nehmen mit der physiologischen Dosis. Das ist gar kein Problem. Das mache ich.

Die vegane Mami:

Wir haben diese Methylcobalamin-Tropfen. Da soll man mehrmals am Tag einen Tropfen nehmen. Wir nehmen aber einmal am Tag mehrere Tropfen. Ich möchte auch nicht vor jedem Essen zu meiner Tochter sagen: „Wir müssen erstmal die Medikamente nehmen.“

Dr. Ruediger Dahlke:

Ja, sicher. Das ist sicherlich Unfug, das mehrmals am Tag einzunehmen. Aber täglich wäre sicherlich ganz gut.

Die vegane Mami:

Wenn man jetzt aus seinem eigenen Garten lebt, aber man isst fast gar keine Rohkost, müsste man dann auch supplementieren oder hält es die Hitze (beim Kochen) aus?

Dr. Ruediger Dahlke:

Die Hitze wäre nicht das Problem, denke ich, beim B12. Aber das ist so eine Sache. Man muss wirklich aufpassen. B12 ist ein wichtiger Punkt. Da darf man keinen Mangel riskieren. Man müsste immer mal eine Kontrolle machen. Einen Pieks ins Blut und man stellt es fest, ob man genug hat. Bei all diesen Dingen, wo man selbst aus dem eigenen Garten lebt usw.: Ich würde es ausprobieren. Also der Wert im Blut ist dann schon eine Aussage.

Wobei man sagen muss, der Normalwert in Deutschland ist doppelt so hoch wie in England. Ich meine, da ist nicht wirklich Verlass drauf. Es hat damit zu tun, dass die ganze Ernährungsmedizin in der Schulmedizin so stiefmütterlich behandelt wurde die längste Zeit. Wir haben wenig gelernt und es war auch noch falsch, wenn man es heute betrachtet. Das ist schon eine absurde Situation. Jetzt müssen wir einfach umdenken und uns anders positionieren.

Wer hätte das gedacht, dass Milch die Osteoporose erst macht, die sie verhindern sollte die ganze Zeit? Dass Milch ein Kanzerogen ist, das gefährlichste auf der Welt, sagt T. Colin Campbell. Das sind schon harte Aussagen. Da ist Umdenken gefordert. Nicht nur von der Bevölkerung, sondern auch von den Ärzten. Das ist natürlich auch peinlich.

Das habe ich auch erlebt. Ich habe vor zehn Jahren auch noch nicht gewusst wie schädlich Milch ist. Und wenn man eine Patientin hat, die mit Todesverachtung einen halben Liter Milch am Tag trinkt, um ihre Osteoporose anzuhalten und die Knochen zu schützen. Jetzt muss man sagen: „Ganz verkehrt. Lassen Sie es ja weg! Das ist am gefährlichsten für die Knochen, weil Sie übersäuern.“ Und, und, und. Das ist natürlich eine unangenehme Situation. Für viele Kollegen unangenehm. Von daher tun wir uns mit der Umstellung noch schwer. Aber wir müssen es tun. Es hilft nichts. Die Medizin wird immer mehr herausfinden wie wichtig es ist. Ernährung.

Es wird immer mehr Unverträglichkeiten geben. Immer mehr Allergien. Immer mehr von diesem Leaky-Gut-Syndrom, diesem löchrigen Darm. Also da muss etwas geschehen. Es passiert auch schon. Der Darm hat so einen neudeutschen Hype. Da gab es diese junge Medizinstudentin Giulia Enders mit „Darm mit Charme“. Sie hat einen Bestseller daraus gemacht.

Aber die Schulmedizin hat auch immer mehr erkannt, dass die Darmflora so wichtig ist. Dieses Mikrobiom, wie sie sagen. Es enthält 10-mal mehr Bakterien als unser ganzer Körper Zellen hat. So kann man ein Gefühl für die Größenordnung kriegen. Und Bakterien sind unsere Symbionten. Mit denen leben wir in Symbiose, in Zusammenarbeit und die muss funktionieren. Dafür muss man auch etwas unternehmen. Das ist für mich auch ein wichtiger Punkt. Der Darm muss in Ordnung sein. Der muss saniert werden. Nach jeder Antibiotika-Kur müssen Sie ihn eigentlich sanieren.

Die vegane Mami:

Sanieren heißt jetzt mit Ernährung oder auch wirklich mit einer Darmsanierung, einer Kur?

Dr. Ruediger Dahlke:

Es kommt darauf an, wie schlimm die Situation ist. Wenn jemand schon dieses Löchrige-Darm-Syndrom hat, würde ich ihn fasten lassen, weil das die beste Regenerationszeit für den Darm ist.

Während des Fastens würde ich ihm schon ein Regulat geben, Rechtsregulat. Das ist einfach so eine sehr raffiniert fermentierte Nahrung pflanzlicher Art. Auch wenn er sonst Allergien hat gegen die Stoffe, die da drin sind. Mit dieser fermentierten Form kann er es nehmen. Das hilft dem Darm sehr, wieder in Ordnung zu kommen.

Die vegane Mami:

Wie heißt das?

Dr. Ruediger Dahlke:

Regulat, Rechtsregulat. Das ist eine kleine bayerische Firma. Die gibt es schon lange und die machen das sehr verlässlich. Und es ist mir ein wichtiger Punkt geworden.

Und dann würde ich sagen: einfache Ernährung. Einfach vegan. Pflanzlich vollwertig. Regional und saisonal.

Die vegane Mami:

Mit viel Rohkost?

Dr. Ruediger Dahlke:

Es kommt drauf an. Die Menschen, die einen sehr angestrengten Darm haben, einen Zivilisationsdarm, die vertragen Rohkost oft gar nicht so gut. Dann müssen sie das erst wieder lernen.

Die vegane Mami:

Sie müssen es dann langsam steigern?

Dr. Ruediger Dahlke:

Einem gesunden Menschen würde ich immer raten, möglichst viel Rohkost zu sich zu nehmen. Im Sommer haben wir von Rohkost gelebt, und im Herbst werden wir das auch tun. Wenn ich hierbleiben würde, in Deutschland und in Österreich, was ich nicht tue, dann würde ich im Winter kalt kriegen, ehrlich gesagt, nur mit Rohkost.

Auch wenn ich Wurzelgemüse nehme und natürlich über diese Dinge weiß aus der TCM. Im „Geheimnis der Lebensenergie“ ist es auch beschrieben. Eben nicht nur Lebensenergie, sondern auch Lebenswärme. Ich muss ja schauen, dass ich mich wohlig warm fühle nach dem Essen, sonst haben wir ja keinen Spaß am Leben.

Die vegane Mami:

Ich habe das irgendwie nicht mit diesem Kaltfühlen. Aber ich kenne viele, die das auch haben und die dann, auch wenn sie ausschließlich Rohkost essen, ab und zu Tee trinken.

Dr. Ruediger Dahlke:

Es kommt darauf an. Die meisten, die jetzt auf vegan umstellen und dann auch vielleicht auf glutenfrei, die nehmen ja ganz ab zu ihrem Idealgewicht. Dann sind sie nicht mehr so gut gepolstert. Dann ist die Tendenz zum Frieren noch nahe liegend. Wenn sie dann so Sachen machen wie Bananen im Winter, dann geht es in Richtung Frieren. Das ist natürlich eine sehr kühlende Frucht wie alle Früchte aus dem Süden, die aus heißen Ländern stammen. Und da müsste man schauen, dass es mehr Mohrrüben sind und Rote Beete und Dinge, die aus dem Erdreich kommen und Wärme vermitteln. Natürlich Ingwer. Da merkt jeder, dass es Wärme vermittelt. Ingwertee zum Beispiel.

Die vegane Mami:

Ich habe ja immer noch einige Polster, und ich habe nur einmal mehr als zwei Monate Rohkost durchgehalten, 100%. Aber ich habe einen Monat 80-10-10 gemacht, im Januar, und es lief eigentlich ganz gut. Ich habe nicht gefroren trotz vieler Bananen. Aber wahrscheinlich muss man das länger machen, um so etwas zu bemerken. Und da ist man noch ganz anders drauf.

Dr. Ruediger Dahlke:

Man muss auch sehen, dass man am Anfang ein Stück begeistert ist. Und wenn Frauen abnehmen sind die ja immer begeistert. Dass man dann auch viel Zeit auf sich nimmt.

Ich würde denken, damit sich die ganze Geschichte, also jetzt Peace Food, pflanzlich vollwertig, durchsetzen kann, muss es vollwertig sein, sonst ist es gar nicht gesund oder könnte sogar ungesund werden. Weißmehl und Weißzucker als Beispiel.

Es müsste gut schmecken. Das ist auch ein wichtiger Punkt. Man kann nicht auf Dauer Essen essen, was nicht schmeckt. Es war so die Triebfeder hinter diesem Buch „Peace Food – Das vegane Kochbuch“. Da habe ich die besten Köche, die ich in dem Bereich so kannte, zusammen gerufen. Wir haben dieses Kochbuch gemacht, was dann auch ein großer Erfolg wurde. Als nächstes kam „Peace Food – Vegano Italiano“. Eine Ernährung, die Spaß macht. Italienisches Essen ist nicht rational. Die Nudeln so dünn zu machen. Mit Sauce, die alles vollkleckert. Das ist italienisch. Pizza: Man hat nichts mehr, aber ein bisschen Teig und alles drauf, was noch so übrig ist. Das ist nicht gerade eine deutsche Idee. Es ist unordentlich, aber es ist witzig. Und Essen muss Spaß machen.

Aus meiner Sicht der fast noch wichtigste Schritt ist, es muss auch schnell und einfach gehen. Wir haben im dritten, vierten Jahr veganer Ernährung nicht Zeit stundenlang zu kochen. Insofern habe ich noch „Peace Food – Vegan einfach schnell“ gemacht. Da sind Gerichte drin, die kann man in 20 Minuten machen, in 25 Minuten, 30 Minuten. Nicht mehr. Und das ist wichtig. Das Zeug muss einfach zu bekommen sein, weil man nicht immer zu irgendeinem Vegan-Versand schreiben kann, wenn man eine Zutat braucht, in der Praxis des Alltags. Und wenn man mit Familien vegan lebt, ist es auch wichtig, dass es überschaubar ist, dass man auch andere Dinge im Leben machen kann.

Man muss ja auch sehen, man kann nicht über Ernährung alles in Griff kriegen. Es ist eine unglaublich schöne Sache in Richtung Vorbeugung. Auch gerade in Bezug auf die großen, bedrohlichen Krankheitsbilder: Krebs, Herz-Kreislauf-Probleme, Diabetes beiderlei Art, Rheuma, Gicht, Allergien und so weiter. Aber man kann über den Darm auch nicht heilig werden.

Es gibt noch andere Dinge im Leben. Es ist Bewegung wichtig, Entspannung, Meditation ist aus meiner Sicht wichtig. Um ein wirklich vollkommenes Leben zu führen. Das müsste man sich klar machen.

(Wenn Dich dieser Teil des Interviews interessiert hat, interessiert Dich vielleicht auch der erste Teil meines Interviews mit Dr. Ruediger Dahlke mit den Schwerpunkten Biophotonen, Lebensenergie, Dick-Sein, Smoothies, Devas und Peace Food.

Und der dritte Teil mit den Schwerpunkten Darm, Gluten, vegane Männer, Ärzte, die Pharmaindustrie, Cholesterin, Cholesterinsenker/Fettsenker, Durchblutung, Flüchtlinge, wenn alle vegan leben würden, vegane Kinder, Hormone in den Wechseljahren.)

 

Die Bücher von Dr. Dahlke findest Du HIER (z.B. Peace Food)

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