Fremde wollen mein Kind mit Süßigkeiten füttern

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Heute möchte ich mal über ein Thema sprechen, das mir ständig zustößt.

Jetzt mal abgesehen von vegan. Aber es wollen ununterbrochen Menschen – fremde Menschen – meinem Kind Süßigkeiten schenken. Überall. Es ist wirklich nicht zu glauben.

Nicht nur, dass am Anfang hier im Haus irgendwie eine ältere Nachbarin dann irgendwie eine ganze Packung Bahlsen-Kekse verschenken wollte oder so. Aber zum Glück konnte ich dann gleich mit vegan kommen. Und dann hat sie es auch gelassen.

Zum Beispiel hat sie dann immer meiner Tochter – weil das ist ein bisschen wie das Enten-Füttern-Syndrom, glaube ich, dass Leute immer die Kinder füttern wollen, und noch dazu wie bei den Enten immer mit irgendetwas, das total ungesund ist. Die Nachbarin hat dann meiner Tochter keine Süßigkeiten mehr angeboten, aber sie wollte ihr trotzdem irgendetwas zu essen schenken und hat ihr dann Mandarinen oder irgendein Obst angeboten. Das war super!

Ich habe ein paar Geschichten für Euch, und zwar zum Beispiel war ich vor einer Weile bei meiner Freundin Kerstin in Wuppertal und wir sind zu ihren Eltern gefahren. Da war Muttertag gerade. Wir wollten an einem Blumenladen anhalten und ein paar Blumen kaufen. Es war ein Blumenstand, der an der Straße war. So ein Blumenkiosk sozusagen. Wir haben Blumen gekauft.

Und dann wollte die Blumenverkäuferin meiner Tochter Kinderschokolade geben. Ich sagte zu ihr: „Ne.“. Und sie sagt: „Ist Kinderschokolade!“ und ich dachte: „Ja und? Da hat irgendeine Marketingabteilung sich ausgedacht, das Wort ‘Kinder’ drauf zu schreiben, und deswegen meinen jetzt alle, das müsste man Kindern geben?“. Na ja.

Die Situation kennt meine Tochter schon und findet’s nicht tragisch. Dann hat sie als Austausch eine Blume bekommen. Eine ganz schöne Rose. Das fand sie natürlich viel geiler als diese Schokolade. Aber trotzdem. Selbst beim Blumen kaufen wird meinem Kind irgendein Süßkram aufgedrängt.

Und auch an fast jeder Tankstelle. Ich hatte auch gerade meiner Freundin Kerstin im Zusammenhang davon erzählt. Und dann hat sie mir gesagt: „Ach, wenn du tanken musst, dann fahr zu der und der Tankstelle. Die sind da nicht so kommerziell. Sie haben da auch keine Riesenauswahl an allen möglichen Nicht-Tank-Produkten und da passiert es bestimmt nicht.“ Ich bin dann genau zu dieser Tankstelle gefahren.

Lustigerweise hat genau da die Frau Johanna auch wieder irgendwelche Süßigkeiten hingehalten. Bonbons oder weiß ich jetzt nicht mehr. Dann habe ich auch zu der Frau gesagt, dass ich es ziemlich amüsant finde, weil ich gerade mit Kerstin darüber gesprochen habe und sie mir gesagt hat, ich soll zu dieser Tankstelle fahren und es ist genau jetzt trotzdem passiert. Aber die Frau hat mich nur angeguckt als wäre ich eine völlig gestörte Mutter, die ihrem Kind keine Süßigkeiten gibt.

Noch etwas anderes an einer Tankstelle in Berlin: Nach dem Bezahlen hat mir der Tankwart oder Angestellte gesagt, ich könnte mir da einen Chupa Chups Lolli nehmen für meine Tochter. Ich sagte: „Ja, ne. Danke.“

Ich hatte Johanna auf dem Arm und war auf dem Weg zur Tür. Und er hat mir zwei- oder dreimal eindringlich hinterhergerufen, dass ich mir so einen Lolli nehmen darf. Bis er hinter der Theke hervorkam, um mir selber nochmal den Lolli rauszuholen und ihn mir zu geben. Und ich so: „Ne, danke.“ und er so: „Warum nicht?!“ und dann habe ich gesagt: „Zucker!“. Da war ich auch schon halb draußen und hatte keinen Bock mit dem rumzudiskutieren, der mir da hinterher rennt, um mir den Lolli aufzudrängen.

Dann hat er mir total vorwurfsvoll gesagt: „Das ist ein Kind!“ Dann habe ich gesagt: „Eben!“

Aber ich dachte: „Hallo? Geht’s noch?“. Ich wollte bloß tanken und nicht irgendeine Zuckerscheiße für meine Tochter angeboten bekommen. Erstens. Und dann auch noch so krass aufgedrängt. Und dann kriege ich noch einen Vorwurf, was ich für eine böse Mutter bin, die ihr Kind nicht an einem Zuckerstück lutschen lässt. Das fand ich aber richtig krass.

Ja. Was habe ich noch für eine Geschichte? Vor einigen Wochen waren mir mal mit dem Opa und mit meiner Schwester ein paar Tage auf Sylt. Da habe ich kein Video drüber gemacht. Irgendwie gab es da nichts zu sagen. Also es ist auf jeden Fall nicht die Insel der Veganer und auch nicht der Vegetarier.

Aber jedenfalls ist es ja so, dass immer wenn meine Tochter so auf Fahrten, Autofahrten und Raststätten unterwegs ist mit mir, dann sieht sie Bilder von Pommes und dann will sie immer Pommes. Wir sind auf Sylt angekommen und sie wollte die ganze Zeit Pommes. Gut, Pommes wird es da überall geben und dann habe ich zu ihr gesagt: „Okay. Wir essen nachher Pommes.“

Dann war es aber leider so, dass wir irgendwie, weiß ich nicht, am späten Nachmittag da waren und eine Pommesbude habe ich nicht gesehen. Also ich wusste nicht, wo wir Pommes herkriegen sollten. Aber ich habe es ihr nun versprochen und sie hat totalen Stress gemacht deswegen. Und wir mussten noch meine Schwester vom Bahnhof abholen und – Ah! – dann sind wir zu McDonald’s oder Burger King gegangen und haben da Pommes gegessen. Eigentlich betrete ich so einen Laden ja nicht.

Also wir haben dort Pommes bestellt und stehen dort an. Und auch dort wollte der Verkäufer mir eine Tüte Gummibären geben oder Johanna. Also ich meine, wir kaufen doch schon irgendeinen ungesunden Scheiß. Braucht sich also keiner Sorgen zu machen, dass meine Tochter nur gesunde Sachen isst. Und trotzdem kriegt man dann noch so etwas angeboten. Abgesehen davon, dass es natürlich Gelatine-Gummibärchen waren, aber ich meine: „Warum jetzt noch Gummibären?“.

Und ich meine, es ist ja auch nicht so, dass sich keiner von uns Gummibären leisten könnte. Das ist jetzt nicht besonders toll, irgendeine Süßigkeit geschenkt zu bekommen. Die kosten ja nichts, die Sachen. Wenn sie mir eine Papaya anbieten würden. Das wäre toll!

papaya

Ja, es ist schon ein bisschen fragwürdig. Alle wissen, Süßigkeiten sind ungesund. Zucker ist ungesund. Trotzdem essen das alle weiter. Auch die Ärzte. Und dann ist man als Mutter in der Position, dass man sich als schlechte Mutter fühlen müsste und man sich rechtfertigen muss, warum das Kind keine Süßigkeiten kriegt. Oder man ist ja so eine böse Mutter, die ihrem Kind keine Süßigkeiten gibt. Oder man findet sich auch in der Situation, dass man irgendwie den anderen beweisen will, dass das Kind ja auch mal irgendeinen Scheiß isst.

Das ist doch eine verkehrte Welt. Das ist doch total gestört. Wieso ist das so? Also meiner Meinung nach ist das die Werbung, der Gruppenzwang. Das ist echt krass.

Dann habe ich noch eine andere Geschichte. Das hat mir mal jemand erzählt. Die Person hat früher für ihre Kinder-Geburtstage gemacht, natürlich mit Bonbonregen und Schälchen voll Süßigkeiten überall.

Und dann kamen zwei Mädchen, die zu Hause keine Süßigkeiten bekommen. Und sie haben sich an diesem Geburtstag anscheinend angeblich Hände voll Süßigkeiten reingestopft bis sie sich übergeben haben.

Aber die Person, die den Geburtstag ausgerichtet hat, hat noch über die Mutter abgelästert, dass es ja kein Wunder ist, weil sie zu Hause keine Süßigkeiten bekommen. Und wie böse denn diese Mutter ist. Also da kann ich mich nur wundern. Und da habe ich gesagt: „Na ja. Ehrlich gesagt, wenn ich mein Kind bei Dir abgebe für einen Kindergeburtstag, erwarte ich auch, dass Du da ein bisschen achtgibst.“ Aber ne. Das hat sie gar nicht eingesehen. Da war diese Mutter die Rabenmutter sozusagen, die ihren armen Kindern keine Süßigkeiten gibt, sodass die Kinder sich eben an diesem Geburtstag vollgestopft haben bis sie sich übergeben haben.

Aber da denke ich mir ehrlich gesagt: „Gut. Sie haben das ganze Jahr über keine Süßigkeiten bekommen.“ Na ja. Haben sie sich einmal im Jahr mit Süßigkeiten vollgefressen und noch übergeben. Noch besser. Dann ist ja alles noch wieder herausgekommen. Also finde ich eigentlich viel besser als ganze Jahr über jeden Tag Süßigkeiten zu geben, oder?

Also alle wissen, Süßigkeiten sind ungesund. Aber das Wort „ungesund“ bedeutet ja keinem mehr was. Weil wir so viele ungesunde Sachen essen, und wir denken uns dann immer: „Na ja, ich trinke Cola. Der trinkt Cola. Ich rauche. Der raucht. Ich trinke Alkohol. Die alle trinken Alkohol. Die sind ja noch da.“

Aber wenn man sich die Statistiken anschaut von den Krankheiten, dann ist es gar nicht mehr so witzig. Also jeder weiß, Süßigkeiten sind ungesund. Zucker ist ungesund.

Jeder weiß, dass viele Kinder übergewichtig sind. Dass viele Kinder krank sind. Dass viele Kinder nicht gesund ernährt werden. Dass viele Kinder zu Hause nicht gesund ernährt werden, nicht in der KiTa gesund ernährt werden, nicht in der Schule gesund ernährt werden.

Warum muss man trotzdem – trotz des Süßigkeitenpensums und trotz des Fast-Food-Pensums, was die Eltern, die Kitas, die Schulen und so weiter den Kindern reinstopfen – noch zusätzlich Süßigkeiten verteilen?

Fremden Kindern.

Erstens weiß man gar nichts über die. Man weiß nicht, wie sie sich ernähren. Nüsse, Gluten, Zucker, vegan, was weiß ich, was den Eltern oder den Kindern wichtig ist und was sie nicht vertragen oder sonst was.

Warum den Kindern ständig Süßigkeiten vorhalten, die sie dann eventuell nicht haben können oder die sie eventuell essen? In beiden Fällen ist es doch blöd.

Also wie gesagt, meine Tochter ist schon daran gewöhnt, weil fast alle Süßigkeiten, die irgendwo angeboten werden, sind nicht vegan oder auch nicht zuckerfrei.

Inzwischen achte ich total strikt auf Zucker. (Wie Ihr vielleicht gesehen habt, hat meine Tochter starke Karies oben an den Zähnen.) Daher kennt sie das schon. Das ist kein Drama.

Aber ich meine, ich kann mir vorstellen, dass es bei manchen Kindern schon ein Drama ist. Oder dass die Eltern eben kein Drama haben wollen und ja auch nicht als Rabenmutter oder Rabenvater dastehen wollen, die ihrem armen Kind keine Süßigkeiten geben. Und deswegen lassen sie es zu.

Oder die eben keinen Stress mit der Nachbarin haben wollen, weil die Nachbarin könnte einen ja Scheiße finden, weil sie ja nun gerade das Kind füttern wollte und man das nicht möchte. Einfach aus sozialen Gründen, aus Gruppenzwang-Gründen und so weiter wird dieses Zeug den Kindern ständig gegeben. Nicht weil irgendjemand denkt, es würde den Kindern gut tun.

Ich kenne sogar einen Zahnarzt – also nicht meinen Vater – der mal traurig war, weil mein Kind nun kein Nutella essen könnte. Das fand ich schon ganz schön krass. Dass der Zahnarzt traurig ist, dass mein Kind kein Nutella essen kann. Da hat Nutella ganze Arbeit geleistet. So wie auch alle anderen tollen Marken. Ist ja nicht so, dass jemand denkt, Gummibären wären gesund.

Apropos Gummibären. Meine Tochter hat, als sie vielleicht zwei Jahre alt war, zum ersten Mal eine Art Gummibären gegessen. Das ist sogar in dem einen Video „Was wir täglich essen“ oder so. Da hatte sie einen Delfin-Gummibären, Gummidelfine. Die hat sie ausgespuckt. Sie haben ihr nicht geschmeckt.

Und jetzt seit kurzem ist sie irgendwie scharf auf Gummibären. Ich glaube, weil sie bei ihrem Freund Gummibären gegessen hat. Die waren auch vegan. Und irgendwie seitdem ist ihr das mit den Gummibären in Erinnerung geblieben. Und dann habe ich ihr irgendwann eine Tüte mit Gummibären gekauft, die ohne Zucker waren und die vegan waren. Die hat sie auch gegessen. Da dachte ich: „Mist. Jetzt schmecken sie ihr ja.“

Und dann wollte sie irgendwann nochmal welche. Dann habe ich nochmal welche gekauft. Da fand sie die aber doch eklig. Dann hat sie wieder alle ausgespuckt.

Und am Ende hat sie die benutzt zum Basteln und hat sie irgendwo auf Bilder geklebt. Und trotzdem, obwohl sie eigentlich nur die Gummibären isst, weil sie es irgendwie cool findet. Oder sie haben möchte, weil sie es cool findet. Also die erste Packung Gummibären, denke ich, hat sie gegessen, weil es ihr cool und lustig in Erinnerung war. Aber bei der zweiten Packung hat sie alle ausgespuckt. Sie schmecken ihr nicht.

Sie möchte aber immer wieder Gummibären haben. Ich kaufe jetzt keine mehr. Es ist ja auch Quatsch. Sie schmecken ihr auch gar nicht.

Aber irgendwie diese Tüten, die Bärchen da drin. Auch natürlich an den Tankstellen gibt’s ganz viele bunte Gummitiere. Die sprechen sie schon an. Die Tüten und so. Das findet sie schon cool. Das gefällt ihr. Das hätte sie gerne. Also jetzt nicht mit Riesendrama. Aber sie zeigt mir das immer: „Guck mal hier! Guck mal wie lustig! Hahaha!“ und ich kann mir schon vorstellen, dass sie natürlich gerne solche Dinger hätte. Eben auch bei den veganen Gummibären, die sie haben kann, die zeigt sie mir auch. Da sagt sie auch, dass sie sie gerne hätte. Aber im Endeffekt sie schmecken ihr nicht. Sie hätte sie aber gerne, weil die Packung so witzig ist oder weil die Gummibären lustig und bunt sind. Aber gar nicht, weil es lecker ist.

Trotzdem sind die Verpackungen eben so aufgemacht, dass die Kinder darauf abfahren. Auch die Süßigkeiten in normalen Supermärkten sind ja immer vor der Kasse. Schön die Quengel-Kassen heißt es ja. Die Kassen voll mit für Kinder gestalteten Süßigkeiten. Damit die Kinder eben da stehen, den Scheiß haben wollen, die Eltern eben nicht wollen, dass das Kind herumschreit, damit andere Leute nicht sauer sind, nicht genervt sind und so weiter. Einfach nur wegen anderen Leuten kauft man dann dieses Zeug.

Also ich nicht, weil die Sachen sind alle nicht vegan und ich sehe es auch nicht ein.

Ja. Ich bin ja auch selber mit Zucker selbstverständlich aufgewachsen. Ich wurde auch mit Süßigkeiten überschüttet, muss ich sagen. Auch als ich vegan wurde, habe ich überhaupt nicht auf so etwas geachtet, weder auf Weißmehl, noch auf Zucker. Ich habe alles einfach ganz normal weitergemacht, sozusagen, nur eben vegan.

Und mein süßes E-Book – was es inzwischen übrigens auch im Buchhandel gibt oder über Amazon zu bestellen – das ist auch noch voller Weißmehl und Zucker, weil ich da einfach die normalen Kuchen sozusagen einfach veganisiert habe.

Mir ging es einfach darum, die Tierprodukte nicht drin zu haben und ich denke, von daher ist das Buch super für Einsteiger, die jetzt nicht sofort ihre gesamte Ernährung umstellen wollen. Denen erstmal andere Sachen wichtig sind. Ja.

Aber jedenfalls habe ich auch mein Leben lang ganz selbstverständlich Süßigkeiten und Zucker gegessen.

An der Tankstelle oder sonst wo könnten sie auch einfach eine Schale Obst oder so stehen haben oder den Kindern einen Apfel in die Hand drücken. Das wäre tausendmal besser.

Meine Tochter hatte sogar eine Zeit lang – sie hatte irgendwann als sie ganz klein war – an irgendeiner Tankstelle wollte sie eine Tomate haben. Ich weiß gar nicht mehr. Sie hat eine Tomate gesehen, wahrscheinlich bei den Baguettes, und dann hat ihr der Typ tatsächlich gesagt: „Ja. Moment. Ich guck mal.“ und ihr aus dem Kühlschrank eine Tomate gebracht. Und danach sollte ich bei jeder Tankstelle fragen, ob sie eine Tomate kriegt. Manche hatten natürlich welche. Manche nicht. Aber gut. Sie hat es dann irgendwann wieder vergessen. Aber eine Tomate zum Beispiel wäre doch tausendmal besser als eine Tüte Gummibären.

Jedenfalls bin ich abgenervt mit dem Thema und ich finde es auch ätzend. Alle wissen, wie gesagt, das ist ungesund. Aber das Wort „ungesund“ bedeutet ja keinem etwas. Und wenn man seinem Kind nicht irgendeinen Süßkram reinstopft, dann ist man gemein. Aber so bin ich eben. Gemein.

Sogar im Elektronik-Laden wurden uns Orio-Kekse zum Einkauf dazu gelegt. (?)

Wie macht Ihr das denn mit den Süßigkeiten? Wie macht Ihr das? Wie reagiert Ihr, wenn Leute Euren Kindern Süßigkeiten anbieten? Das würde mich mal interessieren. Na gut. Dann postet mir mal! Tschüssi!

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13 Comments

  1. marie

    hallo,
    hu ich wusste garnicht, dass man so mit süßigkeiten verfolgt werden kann xD.
    aber gut.
    ich finde es schon wichtig, auf die menge der süßigkeiten zu achten, die kinder essen. allerdings muss ich auch zugeben: ganz so schllimm sehe ich es nicht. an einem bonbon oder einem stückchen schokolade stibt keiner, wird keiner krank und die zähne fallen auch nicht von einer sekunde auf die andere aus. ich finde es wichtiger, einem kind von klein auf beizubringen, dass süßes etc etwas ist, dass man evtl in kleinen portionen genießen kann (z.b mal an nem wochenende oder so) als jedes mal wie eine löwin zwischen das kind und die vermeindliche gefahr zu stürzen. sobald die kinder älter werden und unabhäniger sind (alleine und mit freunden unterwegs sind, zur schule etc gehen) hat man eh nurnoch eingeschränkt kontrolle. kinder essen in der regel gerne irgendwelche süßen sachen und wenn ich mich heute zurück erinnere, so ist für mich z.b der sommer in meiner kindheit vermunden mit “shcokoladeneis essen”. kann man jetzt als “böse verführung etc etc pp sehen, muss man aber nicht. ein klar geregelter umgang und regeln (z.b keine quengelware an der kasse, evtl 1 süßigkeit am wochenende aussuchen oder so) finde ich eigentlich besser. meine nachbarin wollte ihr kind auch ohne süßes großziehen…das hat so lange geklappt, bis die kleine M. nichtmehr nur bei mama war, sondernauch mit freunden gespielt hat…dann hat sie auch munter schokolade gegessen…auch ich habe in meiner kindheit zucker und süßes gegessen und bin immernoch sehr gut am leben, wie alle meine freunde auch 😉 in kleinen dosen finde ich es nicht schlimm. auch in obst ist ja zucker drin (JA auch davon kann man zuviel essen. ich sage nur “unmengen an smoothies sind nicht= gesund) ich weiß nicht wie alt ihre tochter ist, aber irgendwann wird sich das eh nichtmehr verhindern lassen. da finde ic hfrühzeitig erziehen und regeln aufstellen besser (gut auch ich würde jetzt z.b ner 2 jährigen auch keinen süßkram in die hand drücken, wenn sie älter werden, finde ic hdarf man als kind auch ruhig mal ungesundes naschen.:)

    • AnjaFrenzel

      Liebe Marie, ja ich verstehe was Du sagst, bin aber trotzdem anderer Meinung. Deine Meinung vertreten ja auch sehr viele Menschen, ich verstehe das auch wie gesagt. Es geht in der ARgumentation aber immer darum was die anderen tun, und ob das Kind irgendwann mal eh dies oder jenes essen wird. Ja, irgendwann wird es das sicher. So wie es auch irgendwann eventuell Alkohol trinken wird. Ich habe meiner Tochter anfangs “im Maßen” Süßes gegeben, und sie hat starke Karies. Daher verzichte ich jetzt gänzlich aus Zucker. Ich kenne auch kaum jemanden der “maßvollen Umgang” mit Süßem hinkriegt. Weder Erwachsene noch Kinder. Ich möchte lieber, dass meine Tochter an die Süße der Natur, also aus Früchten, gewöhnt ist als an künstlich hergestellte Produkte, die meist auch diverse Zusatzstoffe enthalten. Süßigkeiten an besondere Ereignisse o.ä. zu koppeln halte ich überhaupt nicht für sinnvoll. Ich mache regelmäßig Rohkost-Kuchen u.ä., und davon kann meine Tochter auch immer essen, egal ob Wochenende ist. Ein zu Viel an Smoothies kann es meiner Meinung nach nicht geben, und der vergleich mit Süßigkeiten ist nicht sinnvoll. Kinder und Jugendliche sind sehr häufig über- oder unterernährt, beides durch falsche, nährstoffarme Ernährung. Weil eben die Werbung stärker ist als die gesunde Vollwertkost. Obst und Gemüse kommen extrem zu kurz. Hier Angst zu machen vor Obst halte ich für ungut. Aber ich sehe auch generell keinen Sinn darin den Obst-Konsum zu beschränken. Der Zucker in Obst ist enthalten in einem vollwertigen Lebensmittel und absolut gesund. Der Mensch lebt von Zucker. Aber eben nicht von nährstoffarmen und zusätzlich nährstoffraubendem Industriezucker.
      Dass wir alle noch leben trotz der Dinge die unsere Eltern mit uns veranstaltet haben ist klar. Aber zwischen Tod und Gesundheit gibt es eine große Bandbreite.(-;
      Ganz lieben Gruß, Anja

  2. Eileen

    Liebe Anja,
    zum Glück wurde mir und meiner Tochter noch nicht so viel Süßkram angeboten, aber das kommt bestimmt wenn sie größer wird. Meine Kleine ist jetzt 17 Monate alt und sie bekommt auch keine Naschis abgesehen von Sojajogurt, wo ja auch Zucker drin ist. Selbst meine Mutter hat mich ernsthaft gefragt, ob ich auch aufpasse, dass meine Tochter keine Gehirnschäden bekommt, weil sie ja so wenig Zucker essen darf!!! Hallo??? Sie isst so viele Früchte, da braucht sie doch keinen raffinierten Zucker dazu. Naja dazu muss ich sagen, meine Mutter lebt seit einigen Jahren in den USA und da hat sie anscheinend schon deren Bedenken übernommen. Aber fand ich ganz schön krass.
    lg Eileen

    • AnjaFrenzel

      Liebe Eileen,
      leider haben Leute, die sich nicht so genau mit Ernährung beschäftigen oft konfuse Meinungen dazu was man essen müsste. Meist orientiert es sich am Supermarkt-Angebot, der Werbung oder dem Umfeld. Ich denke, sobald jemand sagt, dass er seinem Kind etwas nicht oder nur wenig zu essen gibt, werden manche Menschen ganz unruhig. Egal, worum es geht. (-; Es gibt übrigens Sojajoghurt ohne Zucker, sogar zwei Sorten. (vielleicht nur im Bioladen) Alles Liebe, Deine Anja

  3. Jinny

    Hi Anja,

    ich kenne das Problem nur allzu gut. Ich lebe in Costa Rica und hier gehört Zucker noch mehr zur Kultur als in Deutschland – die Leute geben hier sogar noch Zucker zu ihren Smoothies hinzu (und hier sind die sonnengereiften Früchte nun wirklich schon süß genug!). Im Supermarkt sind 5-Kilo- Zuckerpackungen ganz normal und selbst in gekaufter Babynahrung befindet sich zusätzlicher Zucker. Warum mögen Kinder Süßes so gerne? Weil sie schon als Babys daran gewöhnt worden sind. Mein Kleiner ist 18 Monate alt und hier ist es völlig normal, dass die Kleinen schon täglich Kekse usw. essen (selbst Kaffee mit zig Löffeln Zucker!) und ich muß Bekannten auch ständig sagen, dass sie meinem Kind sowas nicht geben sollen. Nur weil es “normal” ist, dass andere Eltern ihren Kindern Zucker geben, heißt es doch nicht, dass ich es auch so machen muß. Als Mutter bin ich doch für die Gesundheit meines Kindes verantwortlich und wieso sollte ich ihm etwas schlechtes angewöhnen wollen? Wenn man sich als Elternteil dafür entscheidet seinem Kind ständig ungesundes Essen zu geben ist das schlimm genug aber WILDFREMDE Menschen sollten nun wirklich nicht auch noch dazu beitragen. Mein Sohn bekommt von mir außer Früchte nichts Süßes und als ihm neulich jemand ein Stück Kuchen gegeben hat, der wirklich eine Zuckerbombe war, hat er nur einige Krümel gegessen und dann lieber Reis mit Avocado gegessen – eben weil er Zucker nicht gewohnt ist!

    • AnjaFrenzel

      ja, krass. Das mit den Smoothies war in Laos/Thailand auch so. Die hatten da einen flüssigen Sirup, den sie mit einer Kelle in den Smoothie gekippt haben.(-:

  4. Marie

    Deine Tochter wirkt noch sehr klein. In dem Alter finde ich es auch nachvollziehbar wenn Eltern sagen die sollen sich nochnicht die Zähne ruinieren, Besonders wenn wirklich ein Problem vorliegt.
    Zu den Smoothies:
    Diese bestehen zu einem Großteil ja aus Obst. Jetzt ist es aber so, dass man, wenn man diese in enormen Mengen trinkt weitaus mehr Obst Zürich nimmt, als man es in “ganzem” essen würde. Früchte enthalten größtenteils Fruktose (die übrigens nicht als Zucker in der Industrie gilt und daher als zuckerfrei!) am Ende des Tages ist frucTOSE wie die chemische Endung besagt aber Zucker. Gerade von Fruchtzucker kann der Mensch aber nur eine begrenzte Menge verwerten. Das ist zunächst unproblematisch. Wenn ma allerdings anfängt, Unmengen an Smoothies zu trinken, evtl durch verschiedene frucht Dicksäfte süßt, “zuckerfrei”(also meist durch Fruktose gesüßt) isst, dann übersteigt das irgendwann deutlich die Mengen, die wir natürlicherweise verwerten können.
    Das kann u.a nur zu verdauungsproblemen führen, allerdings leiden auch immer mehr Menschen an einer fructoseunverträglichkeit (Fruktose malabsorption)
    An sich sind Smoothies nichts ungesundes. Allerdings sollte darauf geachtet werden, wie viel an Fruktose man wirklich zu sich nimmt.
    Meist wird süßen mit fruchsiruos (agavendicksaft etc etc pp) ja als die 100% gesunde Variante gesehen, allerdings sollte man auch im Bezug auf Fruchtzucker auf die Menge achten.

    • AnjaFrenzel

      ich bin da ganz anderer Meinung. Fruchtzucker ist absolut gesund und teil eines natürliches und vollwertigen Nahrungsmittel. KEINE ANGST VOR OBST! Und bei D´diesen ANTI-FRucht-Kommentaren schreibt leider nie jemand wieviel Obst denn nun ungesund sei. Es wird nur Angst vor Fruchtzucker verbreitet, was in meinen Augen absolut fatal ist, denn die meisten Menschen in deutschland sind krank und/oder übergewichtig (auch die Kinder!) genau weil sie zu wenig Obst und Gemüse essen. Und eben NICHT, wegen zu viel Fruchtucker. Im Übrigen ist der Mensch anatomisch ein Fruchtfresser und natürlich auch in der Lage die mengen an Smoothie-Obts auch so zu essen. Da kenne ich auch genug Menschen die das praktizieren. Trotzdem Danke für die Infos, sind ja gut gemeint.(-;

  5. Nur weils im Obst vorkommt, ist es nicht gesund.
    Natürlich =/= gesund.

    Nehmen wir mal Solanin. in Nachtschattengewächsen. Ab einer gewissen Menge kann es zu Übelkeit führen. Solanin ist für den bitteren Geschmack gerade unter der Schale zuständig.

    Du kannst doch nicht wirklich glauben, dass das besser ist als böser Kristallzucker.

    • AnjaFutura

      Liebe Tanja, es ist schon erschreckend, dass es inzwischen so weit ist, dass mir jemand schreibt natürlich ist nicht gleich gesund. Sondern? Unnatürlich ist gleoch gesund? Wieviel Solanin, also wieviele Kilos muss man essen, damit einem übel wird? Kartoffeln kann man ja auch nicht roh essen, daher auch nicht natürlich..(-; der Mensch lebt von Zucker. Zucker=Kohlenhydrate. Die brauchen wir dringend! Ohne geht es nicht. das Problem, das wie heutzutage haben, ist dass die menschen zu wenig Obst essen, nicht zu viel. Meiner meinung nach gibt es auch kein Zuviel an obst. (reif und bio sollte es sein).
      Lieben Gruß, Anja

  6. kesiah

    Dieser post spricht mir wirklich aus dem Herzen!
    Gestern wollte eine bekannte meiner 10 monatigen veganen tochter kuchen andrehen! Zum glück hat mein freund es gesehen und ist schnell eingesprungen aber sonst hätte sie mich nicht mal gefragt!
    Ich denke mir wie man so verantwortungslos und respektlos sein kann um so etwas zu versuchen.
    Bedenke dass diese frau selbst 4 Kinder hat und davon zwei grad mal 3 monate alt sind.
    Gerade eine Mutter müsste doch daran denken wenigstens die mutter zu fragen bevor sie eim fremdes kind füttern will…
    Aber dank diesem post fühle ich mich verstanden
    Ich bin froh dass es noch Mütter gibt die verantwortungsvoll mit dieser Angelegenheit umgehen!

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