Vegane Kinder und Karies

Heute sprechen wir mal über das Thema „Zähne“. Können denn auch vegane Kinder Karies bekommen? Die kurze Antwort: Ja, natürlich. Johanna hat beispielsweise Karies. Dazu eine kleine Geschichte: Als sie noch ganz klein war und ihre Schneidezähne gerade so ein wenig herausgeguckt haben, hatte ich sie einmal im Wäschekorb ins Badezimmer getragen und dort abgestellt, weil sie das witzig fand. Leider hatte sie sich dann etwas zu weit über diesen Korb gebeugt und sie ist vornüber mit ihren Zähnen auf die Fliesen gefallen. Der Schneidezahn ist dann schwarz herausgewachsen. Mein Vater ist allerdings Zahnarzt und meinte, das wäre normal, durch den Sturz hätte die Zahnwurzel etwas abbekommen. Dieser Zahn hatte aber auch einen Riss an der Seite, was man erst später gesehen hat, als er weiter gewachsen ist. In diesem Riss hat sich dann später Karies gebildet und ein Stück vom Zahn ist abgebrochen.

Nun stille ich ja noch, und vor allem in der Nacht war das noch bis vor einiger Zeit ein „Dauerstillen“. Da hatte ich schon Angst, dass diese Kariesbildung vielleicht von der Muttermilch kommt, die zu lange in Johannas Mund war. Komischerweise verdächtigt man sofort die gesunden Sachen. Anstatt mich zu fragen, ob das Kind vielleicht zu viel Zucker bekommen hat, habe ich nur die Muttermilch im Kopf. Andere verdächtigen auch die vegane Ernährung oder generell das Obst. Von einer Bekannten, deren Kind auch Karies hat, habe ich gehört, dass ihre Zahnärztin ihr das Abstillen und das Weglassen von Obst empfohlen hat. Also ausgerechnet die gesunden Sachen in der Ernährung wegzulassen. Das finde ich schon sehr abstrus.

Eine Krankenkasse hatte übrigens mal einen Artikel über einen Versuch veröffentlicht, bei dem wochenlang Zahnschmelz in Muttermilch eingelegt wurde. Dabei ist nicht viel passiert. Erst als sie eine Zuckerlösung dazu gegeben haben, hat sich schon nach wenigen Wochen Karies gebildet. Geringe Mengen Zucker scheinen also schon Karies zu verursachen. Da ich sehr gerne backe, bekommt Johanna schon ab und zu etwas Zucker. Eine gute Alternative dazu wäre Xylit, beziehungsweise Xylitol, ein Birkenzucker, der exakt wie herkömmlicher Zucker verwendet werden kann. Das ist zwar leider etwas teurer als Zucker, aber dafür umso gesünder. Manche Menschen putzen sich damit sogar die Zähne oder spülen sich den Mund.

In jedem Fall können auch vegane Kinder Karies bekommen. Auch Veganer essen manchmal verarbeitete Sachen, was letztendlich die Mundflora stört. Deshalb: Lieber mehr Obst und Gemüse essen!

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