Wie ich Johanna als Baby und jetzt vor Chemikalien schütze und was wir in unserer Wickelschublade haben

Heute möchte ich Dir erzählen, womit ich Johanna als Baby immer eingecremt habe, ihr den Popo sauber gemacht habe usw. ohne irgendwelche krassen Produkte zu benutzen mit diversen Chemikalien drin. Und ohne, dass ich ständig teure Sachen kaufen muss. Meine Hebamme hatte das schon im Geburtsvorbereitungskurs empfohlen, und ich habe mir einfach eine 1l-Flasche Mandelöl bestellt und dieses Öl in eine Sprühflasche für Öl und Essig (für Salat) gefüllt. Dazu hatte ich immer die großen viereckigen Wattepads (z.B. von „Rossmann“ aus der Babyabteilung) und eine Thermoskanne mit warmem Wasser an der Wickelkommode zu stehen. Beim Wickeln habe ich dann ein Wattepads mit warmem Wasser und Mandelöl besprüht, um Johanna sauber zu machen. Ganz ohne Chemikalien, reines Mandelöl und Wasser. (Alle Feuchttücher haben vor einiger Zeit schlecht abgeschnitten in Tests soweit ich weiß) Als Johanna noch sehr klein war habe ich ihr anschließend den Po trocken geföhnt, später dann mit einem Handtuch abgetrocknet. Auch nach dem Baden habe ich sie mit dem Mandelöl eingecremt, und als wir dann beim Babyschwimmen waren habe ich eine kleine Pump-Flasche von „Belly Button“ dabei gehabt, in die ich ebenfalls dann das Mandelöl nachgefüllt habe. Was im Öl von „Belly Button“ genau drin war weiß ich nicht, aber ich wollte einfach überhaupt keine „komischen“ Stoffe an Johannas Haut. Ich habe also bis jetzt fast ausschließlich reines Mandelöl zum Eincremen benutzt. Ich habe ihr übrigens auch das Gesicht mit dem Mandelöl eingecremt. Also nicht diverse Produkte für diverse Körperstellen. Ich habe das Mandelöl auch dazu benutzt hinter ihren Ohren sauber zu machen, indem ich ein Kinder-Wattestäbchen mit Mandelöl besprüht habe.Wenn Johanna einen wunden Po hatte, habe ich damals die Calendula-Po-Creme von „Weleda“ benutzt. Ich habe Johanna nie die Haare gewaschen oder Kinder-Duschbäder verwendet, und sie badet bis heute in reinem Wasser, ich schäume sie bis heute nicht ein. Das einzige womit sie sich eine Zeitlang selber eingeschäumt hat, war meine Aloe-Vera-Flüssigseife, die ich zum Abschminken benutze. Ich selber habe noch nie Shampoo, Duschgel oder Schaumbad für Johanna benutzt. Und wenn kein Shampoo benutzt wird gibt es auch kein lästiges Shampoo-Auswaschen, denn das mögen Kinder überhaupt nicht.
Ein Tipp: Wenn Du einen Wasser-Bade-Spaß mit deinem Kind haben möchtest, dann kannst Du das Badewasser bunt färben. Und zwar mit „Färbenden Lebensmitteln“ von „Biovegan“. Die sind eigentliche für Desserts gedacht, aber machen toll buntes Wasser (-:
Es gibt aber noch mehr Chemikalien, die an die Kinderhaut kommen können, wie z.B. Waschmittel. Deshalb habe ich unsere Wäsche ausschließlich mit ökologischen Waschmitteln gewaschen, die keine Krassen Duftstoffe enthalten. Ich kann es ohnehin nicht leiden, wenn ich selber nach Waschmittel oder Weichspüler rieche. Auch Waschnüsse eignen sich, wenn man keine Gerüche und sonstiges enthalten haben möchte. Ich benutze auch keinen Weichspüler, sondern Essig. Ganz normalen Essig. Da kostet eine 1l-Flasche ca. 0,39 Euro. Man kann den Essig später in der Wäsche nicht riechen! Er entkalkt zusätzlich die Waschmaschine. Ist also der günstigste Weichspüler und der günstigste Entkalker, und man schont die Umwelt.
Wenn wir Auto fahren benutze ich keine Duft-Bäumchen, denn ich selber bekomme schnell Kopfschmerzen davon. Auch sonst benutze ich keine chemischen Gerüche, auch nicht im Bad. Denn das sind alles Chemikalien, die wir einatmen, die einfach nur zufälligerweise nach irgendetwas duften. Am Zitronenduft z.B. war nie eine Zitrone dran/drin, sondern nur Chemikalien, die in dieser Konstellation eben nach Zitrone riechen. Und keiner weiß, was damit irgendwann in unseren Körpern passiert. Und somit möchte ich nicht, dass Johanna und ich diese Stoffe einatmen. Ich bin inzwischen auch empfindlich geworden und kann diese Gerüche nur schwer ertragen.
Ich habe seit Mitte der Schwangerschaft kein Parfüm benutzt und jetzt sind diese Düfte unangenehm für mich. Stark parfümierte Menschen kann ich schwer ertragen. Und als Johanna ein kleines Baby war, dachte ich, dass ich ihr diese starken Gerüche doch nicht antun kann, mit dem zarten Näschen. Genauso finde ich Sprühdeos selber eklig, umso weniger wollte ich, dass Johanna das einatmet. Das sind ja auch nur Chemikalien, die sie einatmen würde.
In der Küche kannst Du auch einfach alles mit Essig saubermachen. Essig bringt’s, Essig macht alles sauber, ist total günstig, umweltschonend und für allesmögliche einsetzbar. Ich entkalke auch meinen Wasserkocher mit Essig, was hervorragend funktioniert: einfach Essig einfüllen und warten. Und wenn man keine starken Reinigungsmittel zu Hause hat, kann es auch nicht passieren, dass das Kind diese Mittel aus Versehen trinkt. Oder an Geschirrspül-Tabs lutscht. Ökologisches Geschirrspülmittel und Waschmittel habe ich, das steht außer Reichweite.
Außerdem habe ich darauf geachtet, dass Johanna nicht mit Gummi-Spielzeug spielt. Weil in weichem Kunststoff diverse Stoffe enthalten sind, von denen ich nicht wollte, dass sie sie über die Haut oder den Mund aufnimmt. Abgesehen von BPA (Bisphenol A) sind in Kunststoffen hunderte von Stoffen enthalten, von denen man gar nicht weiß, was die so anrichten. Ich habe sehr stark bei den weichen Kunststoffen darauf geachtet, aber hartes Plastik-Spielzeug besitzen wir schon. Gänzlich darauf zu verzichten wäre sicher auch irgendwie machbar. Johanna hat also keine Quietsche-Entchen oder Bade-Spritz-Tiere, denn in heißem Wasser geben diese die bösen Stoffe noch ins Wasser ab und dann baden die Kinder darin.
Wenn Du jetzt wissen möchtest, was sich alles in unserer Wickel-Kommode befindet, guck Dir einfach das Video an. (-;
Wenige Pflegeprodukte zu haben ist echt angenehm. Wir Erwachsenen wollen natürlich manchmal shoppen und konsumieren. In so einem Fall kauf Dir selber etwas!
Als meine Schwester mich mal gefragt hat, ob ich finde, dass der Selbstbräuner irgendeiner Marke ok ist, habe ich geantwortet: “Ja! Die Haut freut sich über jede Chemikalie, die aufgetragen wird!“ Mein Motto ist „je weniger desto besser!“ Man muss sich auch nicht täglich eincremen. Inzwischen creme ich Johanna gar nicht mehr ein, und mich selber auch nicht. Mich selber creme ich nur noch unregelmäßig im Gesicht ein.
Ich hoffe, dieser Artikel hat Dir weitergeholfen. Abonnier mich einfach, dann wirst Du regelmäßig per Newsletter informiert, wenn ein neuer Artikel online ist. Oder wann mein nächstes E-Book da ist.
Liebe Grüße von Anja und Johanna

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